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Fa fede la versione tedesca riportata qui sotto. È riprodotta senza modifiche; una traduzione non sarebbe vincolante.

Stand Oktober 2026. Diese Darstellung beschreibt die technischen und organisatorischen Maßnahmen nach Art. 32 DSGVO zur Gewährleistung von Verfügbarkeit, Integrität und Vertraulichkeit der von Riverbird betriebenen SaaS-Plattform. Sie ist Bestandteil der Auftragsverarbeitung.

1. Infrastruktur und Rechenzentren

Der Infrastruktur-Cluster wird auf dedizierter Hardware des deutschen Hosting-Anbieters Hetzner betrieben. Die Verteilung erfolgt über sechs Rechenzentren an zwei geografisch getrennten Standorten innerhalb Deutschlands: Nürnberg und Falkenstein. Sämtliche Kundendaten werden ausschließlich in Deutschland vorgehalten. Alle Standorte unterliegen dem DDoS-Schutz des Betreibers.

2. Zertifizierung der Rechenzentren

Die genutzten Rechenzentren werden unter einem nach ISO/IEC 27001:2022 zertifizierten Informationssicherheits-Managementsystem betrieben. Der zertifizierte Anwendungsbereich umfasst sämtliche Hosting-Dienstleistungen sowie die Rechenzentren der Hetzner Online GmbH und schließt die genutzten Standorte Nürnberg und Falkenstein/Vogtland ein.

Das Managementsystem bildet den organisatorischen Rahmen für den Schutz von Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit der Informationen und IT-Dienstleistungen. Seine Wirksamkeit wird regelmäßig durch interne Audits sowie im Rahmen der Zertifizierung durch die SOCOTEC Certification Deutschland GmbH überprüft.

3. Datenschutz und Auftragsverarbeitung

Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt im Einklang mit der Datenschutz-Grundverordnung. Mit unseren Kunden schließen wir Vereinbarungen zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO. Sämtliche Kundendaten werden ausschließlich in Deutschland gespeichert und verarbeitet; eine Verarbeitung in Drittstaaten findet nicht statt.

4. Physische Sicherheit der Rechenzentren

Die Rechenzentren werden rund um die Uhr durch Wachpersonal geschützt. Ergänzend kommen eine durchgängige Videoüberwachung sowie eine Brandfrüherkennung zum Einsatz, um unbefugten Zutritt und Gefahrensituationen frühzeitig zu erkennen und abzuwehren.

5. Stromversorgung und Notstrom

Die Stromversorgung ist redundant ausgelegt und durch unterbrechungsfreie Stromversorgungsanlagen sowie Notstrom-Dieselaggregate abgesichert. Sämtliche USV-Anlagen sind redundant aufgebaut; die unterbrechungsfreie Versorgung wird durch Batteriekapazität und nachgelagerte Dieselaggregate sichergestellt.

Der für den Betrieb genutzte Strom stammt aus erneuerbaren Energiequellen. Die deutschen Rechenzentren des Betreibers werden seit 2008 mit Strom aus Wasserkraft betrieben und decken ihren Energiebedarf ausschließlich mit erneuerbaren Energien.

6. Redundante Internetanbindung

Die Rechenzentren verfügen über eine mehrfach redundante Internetanbindung mit hoher Bandbreite. Die Verbindungen zwischen Nürnberg, Falkenstein und dem Netzknoten Frankfurt sind mit jeweils mindestens 120 Gbit/s ausgelegt. An jedem Standort werden mehrere Core-Router betrieben, über die die Datenströme gebündelt und an die verschiedenen Uplinks weitergeleitet werden.

Der Datenverkehr wird vorrangig an großen Internet-Austauschknoten übergeben, darunter DE-CIX, AMS-IX, DATA-IX und V-IX; ergänzend besteht eine offene Peering-Policy. Für alle übrigen Ziele wird der Verkehr über mehrere Tier-1-Transitprovider geroutet.

Peerings, Anbindungen und interne Backbone-Verbindungen werden kontinuierlich überwacht und bei Bedarf frühzeitig ausgebaut. Durch die redundante Auslegung und ausreichend dimensionierte Bandbreitenreserven wird der Ausfall einzelner Uplinks kompensiert.

7. Vor-Ort-Service und Ersatzhardware

An den Rechenzentrumsstandorten steht rund um die Uhr geschultes Fachpersonal zur Verfügung, das an 365 Tagen im Jahr auf Störungen reagiert und betroffene Komponenten unmittelbar vor Ort austauscht. Ersatzhardware – unter anderem Arbeitsspeicher, Prozessoren und NVMe-Datenträger – wird in ausreichender Stückzahl vorgehalten.

8. Mehrstufige Perimeter-Absicherung

Eingehender Datenverkehr durchläuft eine mehrstufige Schutzkette, bevor er eine Kundeninstanz erreicht. Der DDoS-Schutz greift an vorderster Stelle. Nachgelagert filtert eine dedizierte Firewall schädlichen Datenverkehr, bevor dieser das Load-Balancer-Cluster erreicht. Erst der auf diese Weise bereinigte Datenverkehr wird an das Edge-Cluster übergeben.

9. DDoS-Schutz

Der DDoS-Schutz ist dauerhaft aktiv. Zum Einsatz kommt eine automatisierte Lösung auf spezialisierter Hardware. Sie umfasst:

  • automatische Erkennung von Angriffsmustern anhand von Traffic- und Paketmengen, wobei der Angriffstyp eingegrenzt und gezielt behandelt wird – etwa die Unterscheidung zwischen einem unkritischen UDP-Flood und einem kritischen SYN-Flood,
  • Filterung bekannter Angriffsmuster bereits im vorgelagerten Filternetzwerk, etwa bei DNS-Reflection, NTP-Reflection oder UDP-Floods auf Port 80,
  • Challenge-Response-Authentifizierung sowie dynamische Trafficfilterung zur Abwehr von SYN-Floods, DNS-Floods und ungültigen Paketen.

Bei einem erkannten Angriff greift der Schutz innerhalb weniger Sekunden, ohne den regulären Datenverkehr im Normalfall zu beeinträchtigen.

10. Mandantentrennung und Isolation

Jede Kundeninstanz wird isoliert in einem eigenen, unprivilegierten Container betrieben und ist von allen übrigen Kundeninstanzen logisch getrennt. Ein Zugriff zwischen den Instanzen ist ausgeschlossen. Ergänzend erfolgt eine strikte Netzwerktrennung mittels VLAN und VXLAN, wodurch Verwaltungs- und Kundendaten konsequent voneinander getrennt werden.

11. Verschlüsselung und Zugriffspunkt

Jedem Kunden wird ein eigenes, dediziertes TLS-Zertifikat zugewiesen. Der Einstiegspunkt in die Plattform ist das Load-Balancer-Edge-Cluster.

12. Hochverfügbarkeit und Ausfallsicherheit

Fällt ein Node des Load-Balancer-Clusters aus, übernimmt automatisch ein weiterer Node die Last. Sämtliche Kundeninstanzen werden im Cluster repliziert.

Die Cluster-Nodes sind per RAID abgesichert; der Ausfall einer einzelnen Komponente, etwa eines NVMe-Datenträgers, führt nicht zum Ausfall des Nodes. Der Cluster hält zudem ausreichende freie Ressourcen vor, um den vollständigen Ausfall eines Hosts oder eines Rechenzentrums zu kompensieren. Dieselbe Reserve wird für regelmäßige Aktualisierungen der Infrastruktur genutzt, sodass erforderliche Neustarts der Hostsysteme ohne Beeinträchtigung der Kundeninstanzen durchgeführt werden können.

13. Überwachung der Plattform

Die Plattform sowie jede einzelne Kundeninstanz werden rund um die Uhr überwacht. Störungen und Auffälligkeiten werden dadurch frühzeitig erkannt und können unmittelbar bearbeitet werden.

14. Patch- und Schwachstellenmanagement

Patch- und Schwachstellenmanagement werden regelmäßig durchgeführt. Sicherheitsrelevante Aktualisierungen werden zeitnah eingespielt, um bekannte Schwachstellen zu schließen und den Sicherheitsstand der Infrastruktur dauerhaft aufrechtzuerhalten.

15. Datensicherung und Backup

Sämtliche Kundeninstanzen werden täglich in konsistenter Form gesichert und an einen geografisch unabhängigen Standort innerhalb Deutschlands übertragen. Die Ablage erfolgt verschlüsselt im Immutable-Backup-Verfahren, die Aufbewahrung beträgt 30 Tage. Ergänzend wird eine Offline-Kopie am Hauptsitz von Riverbird in Ulm vorgehalten.

16. Die Offline-Kopie im Einzelnen

Wir arbeiten nach der 3-2-1-Regel. Das bedeutet konkret:

  • Ein Backup liegt auf dem produktiven Cluster für schnelle lokale Zugriffe.
  • Die Backups werden täglich verschlüsselt zwischen dem Standort Falkenstein und dem Backup-Standort Nürnberg übertragen.
  • Eine Kopie wird täglich im Rechenzentrum eines Partnerunternehmens am Hauptsitz in Ulm abgelegt.

Handelt es sich um einen vollständigen Datenabzug?

Ja. Für den Notfall wird ein vollständiger Abzug vorgehalten. Im Vordergrund stehen Kundeninstanzen, Zertifikate, Geheimnisse und Datenbankinhalte.

Wie ist der Standort in Ulm gesichert?

Die Daten liegen dort verschlüsselt vor. Der Standort verfügt über Kameraüberwachung rund um die Uhr, eine Alarmanlage sowie Einbruchserkennung mit Wachdienst und automatischer Polizeialarmierung.

Wie lange werden die Offline-Backups vorgehalten?

30 Tage.

Fließen sie in das übrige Backup von Riverbird ein?

Nein. Büro-IT und Plattform sind voneinander getrennt.

Wer hat Zugriff?

Ausschließlich das IT-Operations-Team von Riverbird. Der Schlüssel zur Entschlüsselung wird getrennt von den Daten verwahrt.

17. Notfallvorsorge und Wiederanlauf

Pläne für die Notfallwiederherstellung liegen vor und werden regelmäßig getestet. Auch die Wiederherstellung aus Backups wird in regelmäßigen Abständen überprüft. Der Wiederanlauf bei Ausfall einer einzelnen Instanz, etwa infolge eines Datenbankfehlers, erfolgt in der Regel innerhalb weniger Minuten. Ausgenommen hiervon sind außergewöhnliche Ereignisse wie Naturkatastrophen.

18. Betrieblicher Zugriffsschutz

Der Zugriff auf die Cluster-Umgebung ist ausschließlich geschultem Fachpersonal vorbehalten. Er erfolgt ausnahmslos über VPN und ist zusätzlich durch Mehr-Faktor-Authentifizierung abgesichert. Administrative Zugriffe werden protokolliert.

19. Nachweise und Unterlagen

Die technischen und organisatorischen Maßnahmen des Rechenzentrumsbetreibers sind unter docs.hetzner.com veröffentlicht. Den Auftragsverarbeitungsvertrag, das Hosting- und Backup-Konzept sowie weitere Unterlagen für Ihre eigene Prüfung stellen wir auf Anfrage zur Verfügung.

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